Ulrike van Koll - Dezember 2005
Zantano war der Hüter und Lehrer der Sterne, denn
Ihr müsst wissen, auch Sternchen müssen durch eine
Schule gehen. Dort lernen sie wie man richtig
funkelt und wo ihr Platz ist am Himmelszelt und noch
vieles mehr!
Eines Tages vor sehr langer Zeit, ließ Gott Zantano
zu sich rufen. Zantano trat also vor Gott und dieser
sagte ihm:
„ Zantano, schicke mir einen Deiner Sterne ich habe
eine sehr wichtige Aufgabe für ihn!“
„Ja Herr, ich schicke Dir meinen hellsten Schüler“
sagte Zantano.
Er ließ Strahler zu sich kommen und sagte zu ihm:“
Strahler, Du bist mein hellster Schüler, gehe zu
Gott er hat eine Aufgabe für Dich“ Strahler strahlte
noch heller als sonst und machte sich auf den Weg.
Er schubste andere Sterne zur Seite und rief „Macht
Platz, ich habe einen Termin bei Gott“ oder er
strahlte so hell, dass die anderen sie duckten um
nicht geblendet zu werden. Als er dann vor Gott
stand sagte dieser „Sag mir Strahler, wenn ich Dich
strahlen lasse um den Menschen den Weg zu weisen,
wie hell würdest Du strahlen??“ „Pah“ sagte Strahler
“so hell das sogar der Abendstern erblasst!“ „Danke
Dir kleiner Stern, Du kannst gehen und schicke
Zantano bitte zu mir!“ Der Stern ging wieder
strahlend zurück und er rief wieder „Aus dem Weg,
ich hatte einen Termin bei Gott und er hat einen
Auftrag für mich“ An der Schule angekommen sagte er
Zantano bescheid , der sich sofort auf den Weg
machte.
Zantano trat vor Gott und dieser sagte „Zantano,
Strahler ist nicht das was ich suche, er strahlt
zwar hell aber sein Licht ist zu kalt! Schicke mir
einen anderen“ „Ja Herr, ich sende Blink zu Dir“
Gesagt getan, er schickte Blink zu Gott, dieser
machte sich sofort auf den Weg. Er rempelte und
schubste die anderen Sterne, piekste sich den Weg
frei und rief „Lasst mich durch, aus dem Weg ICH
habe einen Termin bei Gott!!“ Als er dann vor Gott
stand sagte dieser „Sag mir Blink, wenn ich Dich
strahlen lasse um den Menschen den Weg zu weisen,
wie hell würdest Du strahlen??“ „OH“ sagte Blink “
ich würde so hell strahlen, dass sogar der Mond
blass würde!“ „Danke Dir kleiner Stern, Du kannst
gehen und schicke bitte Zantano zu mir!“ Blink
machte sich auf den Rückweg und blähte sich dabei
immer weiter auf! Dabei rief er „Macht Platz Leute
ich hatte einen Termin bei Gott!“
Zantano stand wieder vor Gott und dieser sagte
„Blink ist ein kräftiger Stern aber er ist nicht das
was ich suche! Schicke mir einen anderen!“ „Aber
Herr, wenn Du mir sagen könntest was die Aufgabe ist
könnte ich eine bessere Wahl treffen!“ „Nein Zantano,
das kann ich nicht, sende mir einfach den nächsten
Stern“ In diesem Moment polterte es hinter dem
Vorhang und zwei Sterne kullerten hervor. „Was macht
Ihr denn hier?“ fragte Zantano sie zornig „ Wir sind
Dir gefolgt, denn was Strahler und Blink können,
können wir schon lange!“ sagte der erste „Ja denn
wir gehören zusammen und können alles doppelt so
gut!“ sagte der andere. „Und wir würden so hell
strahlen, dass die Sonne blass würde!“ sagten beide
zusammen. Zantano schüttelte den Kopf und sagte
bedauernd zu Gott „Herr ich muss mich für meine
Sterne entschuldigen! Das sind Brizzel und Bruzzel
ein Zwillingssternenpaar .“
Brizzel und Bruzzel stampften mit den Füßen auf den
Boden und sagten aus einem Mund „Wir wollen auch was
für Dich tun, immer nur Blink und Strahler, das ist
gemein!! Wir wollen auch…..“ „Seid still“ sagte
Zantano zornig „und ab mit Euch in die Schule!!“
Zantano stand traurig vor Gott dieser sprach zu ihm
„ Sage mir Zantano, und überlege gut. Wenn ich Dir
sage ich brauche einen Stern der:
Keine Eifersucht kennt sondern Wärme in sich trägt
Keinen Neid kennt sondern sich mit jemandem freuen
kann
Der lieben kann ohne einen Gegenwert zu erwarten
Der keine List kennt und nichts Böses im Sinn hat
Der einer unter vielen ist aber dennoch etwas
Besonderes.
Gibt es nicht einen unter Deinen Sternenkindern??
Geh zurück und denke gut nach, wenn Du ihn gefunden
hast, bringe ihn zu mir!“
Zantano ging traurig zurück, das Herz war ihm
schwer. Er hätte Gott doch so gerne geholfen, und
was musste er nun entdecken, er hatte einen Haufen
kleiner eifersüchtiger, neidischer und arroganter
Sterne herangezogen! Er seufzte so tief und voller
Schmerz. Da hörte er ein kleines Stimmchen neben
sich „Zantano, was hast Du nur? Du siehst so traurig
aus, kann ich Dir helfen“
Zantano schaute neben sich und da schwebte der
Kleine. Der Kleine hatte noch nicht mal einen
richtigen Namen. Seine Eltern waren kurz nach seiner
Geburt verglüht und er war als Baby vom Himmel
gefallen. Er war ziemlich ramponiert! Eine Zacke war
ihm abgebrochen und er hatte überall Kratzer und
Katschen. Aber er besaß ein inneres warmes Leuchten,
das einem das Herz erwärmen konnte. Er war ein
selbstloser kleiner Kerl und immer da wenn man ihn
brauchte! Ja das war er! Zantano schnappte sich den
Kleinen und eilte zurück zu Gott
„Herr, ich habe hier was Du suchst! Das ist
Kleiner!“ Kleiner hatte sich furchtsam hinter
Zantano versteckt und lugte nun ein bisschen hinter
seinem Mantel hervor und stotterte „Ggguten Taggg
liebber Gottt….“
„Komm zu mir kleiner Stern“ sagte Gott „Du brauchst
Dich nicht zu fürchten!“ Kleiner schwebte ganz
vorsichtig nach vorne, er hätte sich am liebsten
noch kleiner und durchsichtiger gemacht. Aber er war
auch neugierig, wann hatte man schon mal die
Möglichkeit vor Gott zu schweben. Vor lauter
Aufregung bekam er ganz rote Wangen und er funkelte
nervös.
„Sag mir mein kleiner Stern, wenn ich Dich strahlen
lassen würde um den Menschen den Weg zu weisen, wie
hell würdest Du strahlen??“
„Ach Herr, mein Strahlen ist nicht so hell und mir
fehlt eine Zacke und alle anderen Sterne sind doch
eh heller als ich!“ „Hm“ sagte Gott „ Ich werde
meinen Sohn auf die Erde senden um den Menschen
Frieden und Hoffnung zu bringen. Aber er ist ein
kleines Kind und so brauche ich Deine Hilfe, auf das
die anderen Menschen den Weg zu ihm finden. Komm -
ich zeige ihn Dir!“
Da Gott ja allmächtig ist, kann er auch in die
Zukunft blicken lassen und der Kleine erhaschte
einen Blick auf Jesus.
Ach wie wurde ihm das Herz warm, ein kleiner Kerl
wie er, aber er strahlte so viel Glück und Hoffnung
und Liebe aus, das es ihn überschwemmte. Und er
sagte ganz verträumt! „Ach Herr, ich würde strahlen
wollen wie die Liebe, ich würde leuchten wollen wie
die Hoffnung und ich würde blinken wollen aus lauter
Zuversicht! Ich würde die Sonne, den Mond und die
anderen Sterne mit mir leuchten lassen wollen zu
Ehren Deines Sohnes!!“
Ohne es zu merken hatte der Kleine sich verändert,
er war zu einem schönen warm strahlenden und
blinkenden Stern geworden, Seine Zacke war wieder
heile und es waren auch keine Katschen oder
Schrammen mehr zu entdecken. Es hat schon seine
Vorteile, wenn man einen Auftrag von Gott übernimmt!
Gott lächelte und sprach: „Und ich gebe Dir einen
Namen, Weihnachtstern sollst Du heißen und Du sollst
für ewig in den Herzen der Menschen leuchten, wenn
sie an meinen Sohn denken, da Du ihnen den Weg
gewiesen hast!“
So geschah es also, dass der Kleine Stern seinen
Platz am Himmel fand , und den Menschen den Weg wies
um Jesus zu finden.
Gott und Zantano schauten sich zufrieden den Kleinen
Stern an und Zantano lief eine Träne über die Wange,
vor lauter Stolz und Freude, dass er unter seinen
Sternen den Einen gefunden hatte!